SES Stiefingtaler Eberstation GmbH Schwasdorf 4 8412 Allerheiligen bei Wildon

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Aktuelles

Aktuelles

31.05.2011

Die Homepage der Stiefingtaler Eberstation geht online!

16.10.2006

1.SES Rundschreiben

SES Rundschreiben

01.03.2006

Informationsabend Hartberg/Großwilfersdorf

Bei den Informationsveranstaltungen der Stiefingtaler Eberstation in Hartberg und Großwilfersdorf konnten zahlreiche Interessenten begrüsst werden. Zusammen mit der Futtermittelfirma Biomin stand dieser Abend unter dem Zeichen der Fruchtbarkeit, der Vorstellung der Besamungsstation sowie Präsentation der neuesten Leistungsdaten der Eber.

01.12.2005

1. Weihnachtsfeier mit unseren Kunden!

Beim "Lipizzaner Franzl" lud die Stiefingtaler Eberstation zur Ersten Weihnachtsfeier im Beisein vieler Kunden und Partner. Nicht nur die besinnliche Zeit des Jahres war den Anlass wert, sondern auch das Spanferkel aus der Nachkommenschaft einer der TOP-Eber der SES wurde zur Freude aller Anwesenden gegrillt.

Weihnachtsfeier

01.12.2005

Die Homepage der Stiefingtaler Eberstation geht online!

Die Stiefingtaler Eberstation hat nun auch Ihren Auftritt im worldwide Web gefunden, um Sie so rasch als möglich über Neuigkeiten der Besamungsstation informieren zu können.

01.12.2005

Publiziert in der KTP (Klauentierpraxis) August/2005
Was bringt der BLUP dem Landwirt?

Dr. Reinhard Neumeister

Wie im gesamten Bereich der Tierzucht so ist es auch das Bestreben des Schweinezüchters mit seinen gezüchteten Tieren einen Zuchtfortschritt zu erzielen, um so mit der nächsten Generation das jeweilige Zuchtziel zu erreichen, bzw. diesem einen Schritt näher zu kommen. Das sogenannte Züchterauge und die Erfahrung des Züchters sind bei der Selektion von Vätern und Müttern wichtig, damit überdurchschnittliche Nachkommen herangezogen werden können.

Schon seit geraumer Zeit wurde versucht Leistungsparameter der Tiere in einem Zuchtwert auszudrücken, um so die Qualität der Erbanlagen in bestimmten Merkmalen wie Futterverwertung, Tageszunahmen zahlenmäßig wiederzugeben. Mit Hilfe von statischen Methoden messbare Eigenleistungen eines Tieres (Phönotyp) lassen relativ genaue Rückschlüsse auf die nicht messbare genetische Leistungsverankerung (Zuchtwert) eines Tieres zu (LOOFT 2000). Da sich unterschiedlichste Umwelteinflüsse schwer messen und damit vergleichen lassen, war man schon immer auf der Suche nach einer Zuchtwertschätzung mit der man die genetischen Leistungen eines Tieres möglichst exakt schützen kann. Anfang der siebziger Jahre entwickelte Prof. C.R. Henderson an der Cornwall Universität in den USA das derzeit im gesamten Nutztierzuchtbereich eingesetzten BLUP Zuchtwertschätzverfahren. BLUP kommt aus dem Englischen und steht für Best Linear Unibased Prediction (Beste lineare unverzerrte Schätzung). Bei dieser Art der Zuchtwertschätzung wird die Eigenschaft der Unverzerrtheit dadurch erreicht, indem die Zuchtwerte und die Umwelteffekte gleichzeitig geschützt werden und somit die Vergleichsmittel für die Zuchtwerte der Tiere im Vergleichswert korrigiert sind (GöTZ, 2004). Das BLUP Zuchtwertschätzverfahren stellt mit Sicherheit das derzeit beste Modell im gesamten Bereich der Zucht dar, obwohl er dennoch ein Schätzwert für die Beurteilung der genetischen Veranlagungen eines Tieres bleibt. Das BLUP scheint für den Züchter ein geeignetes Hilfsmittel für die Anpaarung und Selektion zu sein. Welche Bedeutung hat die Zuchtwertschätzung jedoch für den Ferkelerzeuger und den Mäster?

Bestreben des Züchters

Das Bestreben des Züchters ist es nicht nur aus zwei Elterntieren bestmögliche Nachkommen zu erzeugen, er muss und will diese auch mit gutem Preis verkaufen. Die Züchter sind daher gefordert Tiere zu züchten, die sowohl einen guten Phönotyp aufweisen, als auch im Verkaufsalter einen bestimmten Zuchtwert nicht unterschreiten. Die Selektion der Elterntiere bei der Anpaarung ist daher von großer Bedeutung. Zu den Kunden des Züchters im Schweinesektor zählen vor allem Ferkelerzeuger, aber auch Besamungsstationen und andere Züchter, die auf entsprechenden Zuchtwert besonders Wert legen.
Hat der Züchter zwei passende Tiere mit entsprechendem Zuchtwert zur Anpaarung gefunden, findet die nächste Selektion des geborenen Wurfes beim Absetzen statt. Der Züchter entscheidet über die Verwendung als Zucht- oder Masttier. Zudem muss der Mästers die Entscheidung, welche Tiere in die Prüfungsanstalt geschickt werden und welche Tiere später verkauft und damit auch getestet werden, in den nächsten Monaten füllen, denn nur die Leistungen dieser Tiere gehen mit in den Zuchtwert ein. Die restlichen, nicht zur Zucht tauglichen Tiere, werden den Zuchtwert nie beeinflussen. Bleibt die Frage inwiefern der Zuchtwert hier verzerrt wird und es nicht sinnvoll wäre zumindest Leistungsmerkmale wie Tageszunahme, Rückenspeckdicke oder die Schlachtleistung dieser Tiere zu berücksichtigen. Trotzdem oder gerade weil sie die für die Zucht untauglichen Tiere sind. Mit der Anzahl der mit Leistungsdaten bewerteten Nachkommen des wird der Zuchtwert genauer.

Ferkelerzeuger und Mäster

Viele der Ferkelerzeuger, die am Zuchtbetrieb oder auf Versteigerungen mit Leistungsparametern konfrontiert werden, können mit der Fälle der Zahlen in Katalogen oder Prüfungsergebnissen umgehen. Diese Zahlen, ein Arbeitsmittel des Züchters, bekommt der Ferkelerzeuger nur beim Kauf von Zuchttieren in die Hand. So ist es nicht verwunderlich, das der BLUP, trotz Erklärungen des Züchters oder anderer Institutionen, für den möglichen Käufer eher unverständlich bleibt.

Das gekaufte Tier, z.B. ein Eber, ist ein Eber aus einer Reinzuchtanpaarung. Meist wird jedoch der Eber beim Ferkelerzeuger auf Sauen einer anderen Rasse angepaart, um so einen Heterosiseffekt in der nächsten Generation zu erreichen. So können aber Nachkommen eines Ebers, der im Zuchtwert eher unter dem Durchschnitt liegt, in der Anpaarung mit rassefremden Tieren überdurchschnittlich sein und umgekehrt. Diese Leistungen können sich in Merkmalen wie Tageszunahmen, Futterverwertung und Schlachtkörperleistungen bemerkbar machen.
Stellt sich die Frage inwieweit der Zuchtwert hier dem Ferkelerzeuger und Mäster, dem letzten Glied in der produzierenden Kette, Hilfe leistet. Würde eine Art Feldprüfung, bei der beispielsweise alle Eber der Besamungsstationen auf Sauen anderer Rassen angepaart werden stattfinden, bei der obengenannte Merkmale und die Anomalienproblematik in die Zuchtwerte mit einfließen würden, wäre dies ein weiterer Schritt zu einem verbesserten Zuchtwert. Dieser könnte dann auch für den Ferkelerzeuger ein Hilfsmittel sein.

Fazit

Das BLUP Zuchtwertschätzverfahren ist im Bereich der Nutztierhaltung unumstritten. Dennoch gäbe es im Bereich der Schweineproduktion Möglichkeiten, den Zuchtwert mit Daten aus der Ferkelproduktion zu verbinden. So hätte einerseits der Ferkelerzeuger, aber auch der Züchter in seiner Rolle als Schweineproduzent, bei der Auswahl von Sauen und Ebern ein wirtschaftliches Hilfsmittel in der Hand, um so die Fleischqualität für den Konsumenten weiterhin zu verbessern.

Anschrift des Verfassers:
Dr. Reinhard Neumeister
A-8443 Gleinstätten 87
@mail: reinhard.neumeister@austrovet.at