SES Stiefingtaler Eberstation GmbH Schwasdorf 4 8412 Allerheiligen bei Wildon

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Wissenswertes von A bis Z

A= Alter

Das Durchschnittsalter von einem Besamungseber ist mit dem eines Ebers im Natursprung zu vergleichen. Im Schnitt werden Eber zwischen vier und fünf Jahre alt. Es gibt natürlich auch Eber, die schon das 12. Lebensjahr erreicht haben und nach wie vor Topsperma erzeugen.

B= Blup

Best linear unbiased Prediction. Blup ist ein statis-
tisches Schätzverfahren, das die Leistungen eines Tieres als Summe seines genetischen Wertes und die auf das Tier einwirkenden Umwelteinflüsse definiert.

C= Cervix

Cervix oder Gebärmutterhals bildet den Teil des weichen Geburtsweges und spielt anlässlich der Kopulation oder Besamung durch Aufnahme von Penis oder Besamungskatheder eine zentrale Rolle. Bei der trächtigen oder nichtbrünstigen Sau sorgen polster-
artige Schleimhautausstülpungen als sogenannte Verschlusskissen für den hermetischen Verschluss des Organabschnitts.

D= Dichte

Bei der täglichen Kontrolle und Untersuchung des Spermas spielt die Dichte eine wichtige Rolle. Mit einem speziellen Gerät wird die Dichte des Spermas ermittelt und fließt in die Berechnung der Anzahl der Portionen mit ein.

E= Eber

Macht sich der Mensch die Verhaltensweise des werbenden Ebers zu Nutzen klappt es auch mit dem Duldungsreflex:
Eber Mensch (Besamer)
- "Massieren" der Scham mit der Rüsselscheibe - leichtes Massieren (Suberung) der Scham
- Rüsseldruck in Flanke - Knie- oder Faustdruck in der Flanke
- Leichtes Anheben der Kniefaltenregion - Hochheben der Kniefalte mit der Hand - Kinnauflegen auf Kruppe - Handaufstützen auf Kruppe
- Rüsselmassage des Gesäuges - feinfühlige Gesäugemassage - Aufsprungversuche - Reitertest

F= Farbe

Das Mutterrassensperma wird in der Stiefingtaler Eberstation mit spezieller spermafreundlicher Farbe eingefärbt um Verwechslungsmöglichkeiten zu minimieren.

H= Hygiene

In der Stiefingtaler Eberstation wird Hygiene groß-
geschrieben. Durch eine strenge Betriebsordnung sind alle Bewegungen innerhalb der Station geregelt. So muss sich z.B. nicht nur das Personal täglich bei Ein- und Ausgang duschen, auch die Berufskleidung wird täglich mit einem speziellen Desinfektionswaschmittel gewaschen.

K= Kondition

Unsere Eber in Sprungkondition zu halten, ist die Aufgabe eines genau abgestimmten Futters. Ein zu stark gefütterter Eber wird sprung- und produktionsfaul, ein zu magerer Eber hingegen fällt in der Samenmenge ab.

L=Lagertemperatur

Frisch gewonnenes Sperma ist nur kurze Zeit ohne weitere Verdünnung verwendungsfähig. Man macht deshalb im Labor den leicht verderblichen Samen mithilfe eines speziellen Verdünners haltbar.

Mit diesem Verdünner hält er dann seine volle Befrucht-
ungsfähigkeit, falls zusätzlich eine Abkühlung auf +17 - +19 C vorgenommen wird.

Beide Komponenten, Verdünner und Abkühlung wirken auf die Aktivität der Spermien hemmend und damit lebensverlängernd, indem der Stoffwechsel der Samenzellen herabgesetzt wird.

M= Mortalität

Neben der Dichte stellt die Beweglichkeit bzw. Bewegungsaktivität der Spermien einen weiteren Untersuchungsparameter dar.

Unter einem Mikroskop wird das Sperma nativ, vorverdünnt, endverdünnt und zur Chargen Freigabe vom Stationstierarzt beurteilt.

N= Natur

Es gibt eine große Anzahl Pflanzen, deren Namen auf Schweine Bezug nehmen und heute noch übliche Namen sind:
Saubohne (Vicia faba )Ackerbohne
Schweinsohr (Calla palustris) Ein Sumpf-Schlangenwurz
Ferkelkraut (Hypochoeris-Arten) Früher in der Medizin verwendetes Kraut der Korbblütengewächse
Schweinsrübe (Stachys palustris) Sumpf-Ziest
Eberwurz (Carlina acaulis) Korbblütengewächs, Saudistel, Silberdistel
Eberraute (Artemisia abrotanum) Korbblütengewächs, Stabwurz und Zitronenkraut
Saukirsche (Atropa belladona) Tollkirsche

P= Pietrain

Das Pietrain Schwein hat eine weiße bzw. hellgraue Grundfarbe mit unregelmäßig verteilten schwarzen Flecken. Rassetypisch sind die kleinen Stehohren und heute ein rahmiger, mittellanger und breiter Körperbau mit ausgeprägter Schinkenmuskulatur.

Der Pietrain wird aufgrund seiner Leistungsmerkmale, die vor allem in seinem geringen Fettansatz, sehr hohem Muskelfleischanteil und seiner guten Fleischfülle liegt, als Vatertier eingesetzt. Pietrain werden auch als das Schwein mit den 4 Schinken bezeichnet.

Q= Qualität

Durch unseren umgebauten Stall, in dem durch seine sehr dicken Wände ein ideales Klima für die Sperma-
produktion, vor allem im Sommer herrscht garantieren wir für kontinuierliche Qualität.

R= Rückstellprobe

Von jeder Charge die die Station verlässt wird eine Halteprobe zurückbehalten. Sie wird bei 17C gelagert und täglich unter dem Mikroskop bewertet und protokolliert.

So können wir unseren Kunden eine optimale Samenportion in Bezug auf Haltbarkeit gewährleisten.

S= Sperma

Wussten Sie das:
- reines Sperma absolut geruchsneutral ist?
- Schweine ein hervorragendes Hör- und Riechvermögen haben?
- Schweine ein gutes Gedächtnis und Lernvermögen haben?
- Schweine nicht schwitzen können?
- Schweine Vitamin C selber produzieren können?

U= US-Bag

Der US-Bag ist ein Einwegmaterial und absolut steril, er hat einen integrierten Filter und wird morgens in einem Thermobecher in den Sprungraum gereicht.

Nach dem Absamen bleibt der Filter mit dem Eberkit im Sprungraum zurück und das reine Sperma kommt in das Labor und wird dort weiterverarbeitet.

V= Volumen

Der dritte Parameter um die Anzahl der Portionen zu ermitteln ist das Volumen. Ein gesunder, leistungsfähiger Eber produziert, abhängig vom Alter, zwischen 200 und 500 ml.

W= Wasser

Wasser tötet Sperma, deswegen wird bei der Arbeit mit Sperma nur doppelt destilliertes Wasser verwendet.

Z= Ziel

Ziel der Stiefingtaler Eberstation ist ein zufriedener Kunde!

Wissenswertes